Woche 17 / 2017

Biker - Achtung Kreisel

Hand aufs Herz, geschätzte radfahrende und autofahrende Leserinnen und Leser: Sind Sie überzeugt davon, dass Ihr Verhalten im Kreisel korrekt ist? Wenn Ja, dann ist das super. Tatsache ist aber, dass im Kreisel Velos besonders häufig übersehen werden. Wobei die Schuld nicht immer beim Vierrad, aber auch nicht nur beim Zweirad zu suchen ist. Der Anteil der schweren Kollisionen zwischen Auto und Velo ist im Kreisel hoch. Velofahrende sind dabei besonders gefährdet, weil sie leicht übersehen werden können. «Vorsicht beim Vortritt», mahnt die Kampagne von Pro Velo, VCS, bfu, Suva, TCS, Polizei und weiteren Partnern. Jährlich verunfallen über 800 Velofahrende und 100 E-Biker zum Teil schwer. Bei jedem zweiten Unfall handelt es sich um eine Kollision meist mit Personenwagen. Häufigster Grund ist die Missachtung des Vortritts. Während an herkömmlichen Knotenpunkten die Autofahrenden in knapp 60 Prozent der Fälle einen Unfall mit einem Velo verursachen, sind es bei Kreiselunfällen zu rund 90 Prozent Lenker und Lenkerinnen eines Personenwagens, die ein Velo übersehen und anfahren. Die Botschaft der Kampagne für alle lautet deshalb: Den Vortritt beachten, vorausblickend fahren und der eigenen Sicherheit zuliebe besser zweimal hinschauen. Eine im Rahmen der Kampagne mit dem Forschungsinstitut LINK durchgeführte Studie ergab unter anderem, dass jeder zweite Auto- und Velofahrer die Verhaltensregeln im Kreisel nicht richtig kennt. Wichtig zu wissen: Im Kreisel dürfen Velofahrende vom Rechtsfahrgebot abweichen und in der Mitte der Fahrbahn fahren. Dies verbessert die Sichtbarkeit und Sicherheit und senkt die Gefahr, im Kreisel übersehen zu werden. mehr