Woche 50 / 2017

«Christkind. Irgendwo»

Seit den 50er-Jahren treffen die Schreiben von Kindern ans Christkind in Chiasso ein. Waren es zu Beginn bloss 400 bis 500 Briefe, wuchs die Zahl in den letzten Jahren gegen 20000 Briefe an. Mails, SMS, Facebook oder WhatsApp sind beim bärtigen weisen Mann noch ein Tabu. Wie lange noch, das weiss nur er selbst.– Noch reicht die Zeit, dem Christkind bzw. dem Weihnachtsmann einen Brief zuzustellen. Die Post hilft seit Jahren Abertausende von Kinderbriefen zu beantworten. Damit diese meist mit Fantasieadressen beschrifteten Schreiben in der Schweiz auch zu den Adressaten gelangen, haben der Weihnachtsmann und das Christkind vor Jahren die Post um Hilfe gebeten. Daraus ist ein richtiges «Dream-Team» geworden, das die Briefflut verarbeitet und jeden beantwortet. Einzige Bedingung: Der Brief muss mit einer Absenderadresse versehen sein. – Um die jährlich rund 20000 Briefe zu verarbeiten, ist bei der Schweizerischen Post während der Weihnachtszeit ein Team in Chiasso nur für diese Spezialarbeit zuständig: Sie helfen dem Christkind und dem Weihnachtsmann, die vielen Kinderbriefe mit einer Geschichte und einem kleinen Geschenk zu beantworten. Menschen mit Behinderung in einer entsprechenden Werkstätte bereiten das Geschenk mit viel Herzblut und Liebe vor. mehr

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