Woche 17 / 2019

Fröhliches Osterfest

Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Kalenderdatum jedes Jahr variiert. So fällt es immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond. Zur Festlegung vom Osterdatum müssen drei Bedingungen erfüllt werden: Frühling, Vollmond und Sonntag. Trotzdem ist es nicht ganz so einfach. Am Konzil von Nicäa im Jahre 325 nach Christus wurde der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt. Dies ist aus astronomischer Sicht allerdings nicht ganz korrekt, der Frühlingsanfang kann auch auf den 19. oder 20. März fallen. Seit dem Konzil gilt der erste Frühlingsvollmond ab dem 21. März. Daraus folgt: Der früheste Ostersonntag kann am 22. März sein und der späteste Ostersonntag am 25. April. Weshalb ist im Jahr 2019 Ostern erst nach dem 2. Frühjahrsvollmond? In diesem Jahr hatten wir am frühen Morgen des 21. März einen Vollmond, also sollte nach der genannten Regel am darauffolgenden Sonntag, am 24. März, Ostern sein. Tatsächlich steht aber als Osterdatum der 21. April 2019 im Kalender, der Sonntag nach dem zweiten Frühlingsvollmond am 19. April. Solche Ausnahmen von der Faustregel, die man auch als Osterparadoxien bezeichnet, zeigen, dass eine Faustregel eben nicht immer stimmen muss. Zur Berechnung des Osterdatums wird nämlich nicht das tatsächliche Datum der astronomischen Vollmonderscheinung verwendet. Vielmehr werden die Daten aus einer zyklischen Reihe aufeinanderfolgender Vollmonddaten (die auf dem sogenannten Meton-Zyklus beruhen) bestimmt. Die so ermittelten Vollmonddaten für die Osterberechnung können um einen Tag von den astronomischen Vollmonddaten abweichen. mehr

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