Woche 17 / 2018

1,2 Mia. Std. geputzt!

Beinahe so hartnäckig wie der Schmutz ist die Tradition des Frühlingsputzes. Doch aufgepasst: Jährlich haben in der Schweiz rund 40000 Menschen einen Unfall, während sie putzen oder kochen. Ein Teil dieser Unfälle geschieht während dem Frühlingsputz. Auch in hektischeren Zeiten bleiben viele der Tradition des Frühlingsputzes treu – und wollen dann innert kurzer Zeit sehr viel erledigen. Diese Eile führt zu den häufigsten Putzunfällen, nämlich zu Stürzen sowie zu Vergiftungen oder Verätzungen durch Putzmittel und Chemikalien. – In der Zeit des traditionellen Grossreinemachens ist das Risiko von Unfällen – allen voran Stürze – daher besonders hoch. Putzfeen einbeinig auf dem Balkongeländer oder auf dem auf dem Gartentisch aufgebauten Taburettli stehend – «Höhenzentimetergewinnungsmassnahmen » – riskieren mit zirkusreifen Einlagen im Kampf gegen die Patina und den Schmutz Kopf und Kragen. – Vielen ist im Frühling zum Gähnen zumute ... Die Frühjahrsmüdigkeit ist ausgebrochen. Aber eigentlich weiss niemand so recht, warum einem so geschieht. Aus medizinischer Sicht ist klar: Nach den Wintermonaten legt unser Stoffwechselsystem so richtig los, um im Körper «klar Schiff» zu machen. Sozusagen ein Frühlingsputz von innen nach aussen. Das längere Tageslicht gibt dem Gehirn und der Schilddrüse das Signal, mehr Hormone zu produzieren. Der Körper nimmt mehr Sauerstoff auf, und das «Ausmisten » kann losgehen. mehr

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