
Wie viel Essen brauche ich wirklich?
Reiden Gottesdienst und gemeinsames Essen
Die katholische Pfarrei Reiden-Wikon hielt den ökumenischen Gottesdienst am vergangenen Sonntag gemeinsam mit der reformierten Kirchgemeinde Reiden und Umgebung in der katholischen Kirche Reiden. Auch Seelsorgerin Christa Kuster und Pfarrer Ulf Becker stellten den Leitspruch «Hunger frisst Zukunft» der beiden kirchlichen Hilfswerke «Fastenaktion» und «HEKS/Brot für alle» in den Mittelpunkt, um auf die Nord-Süd-Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen.
Ulf Becker wählte für seine Predigt die Geschichte Exodus aus und zog daraus äusserst hilfreiche Parallelen für das Verhalten im Alltag jedes einzelnen. Er forderte die Zuhörenden dazu auf, sich die keineswegs banale Frage «Wie viel Essen brauche ich wirklich?» zu stellen. Beim Konsum der Lebensmittel im Vorfeld abzuwägen, was genug ist, könne anstrengend sein. Die eigenen Bedürfnisse richtig einzuschätzen und auch zu benennen, sei aber ein erster Schritt in Richtung einer Welt in der die Lebensmittel gerecht(er) verteilt sind. So dass mehr Menschen eine Perspektive in ihrem Leben erhalten. Er schloss mit den Worten: «Dass tatsächlich alle satt werden, das liegt in meiner Verantwortung und der Verantwortung der gesamten Gemeinschaft. Und die Stärke einer Gemeinschaft misst sich bekanntlich am Wohl der Schwächsten».
«Zäme am Tisch» im Feldheim gefeiert
Das Alters- und Pflegezentrum Feldheim Reiden stellte auch in diesem Jahr wieder seine Küchencrew sowie die Infrastruktur für die anschliessende Aktion «Zäme am Tisch» zur Verfügung. Wer wollte, konnte sich hier kulinarisch verwöhnen lassen. Den Preis für die köstliche Lasagne mit Fleisch oder Gemüse, Salat und Brot legte jeder Gast selber fest. Zahlreiche Freiwillige beider Kirchen sorgten dafür, damit es an nichts fehlte. Jugendliche der 3. Oberstufen Pfaffnau und Reiden leisteten dabei einen sozialen Einsatz. Zufriedene Gesichter und lobende Worte der Gäste waren ein Dankeschön.
Der Erlös des geselligen Anlasses für einen guten Zweck sowie die Kollekte wird je zur Hälfte an die oben genannten Hilfswerke überwiesen.